Klaus & Tobias Jäger
Fachbereiche: Pädiatrie, Neurologie, Psychiatrie

Sensorische Integration

Unter sensorischer Integration versteht man das Zusammenwirken der eintreffenden Sinneseindrücke (über Augen, Ohren, Nase, Geschmacksnerven, Haut und Gleich-gewichtsorgan) und deren Wahrnehmung und Deutung im zentralen Nervensystem sowie die Fähigkeit, Körpersprache oder Handeln seiner Mitmenschen zu deuten, diese nachvollziehen zu können und situationsangemessen zu reagieren.

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Sensorische Integrationsstörungen 

sind Störungen des Zusammenspiels, Aufgliederung und Verarbeitung der Sinnes-modalitäten*.

Kinder mit einer SI-Störung weisen oft keine eindeutigen neurologischen Funktionsverluste auf. Häufig zeigen sie folgende typische Symptome:

Im Säuglingsalter

  • gestörter Schlafrhythmus
  • Saug- und Schluckprobleme
  • Unruhe und Schreien
  • auffallend geringe Aktivität
  • irritiertes Verhalten bei Berührung

Im Klein- / Schulkindalter

  • verzögerte Sprachentwicklung
  • verzögerte motorische Entwicklung
  • Ungeschicklichkeit / Tollpatschigkeit (Dyspraxie)
  • mangelndes Körper- und Selbstbewusstsein
  • Überempfindlichkeit gegenüber ungewohnten Geräuschen
  • Anpassungsschwierigkeiten in neuen Situationen
  • Hyper- oder Hypoaktivität
  • Lernstörungen
  • Vermeidung, die Hände zu gebrauchen
  • unangemessene Körperhaltung
  • Meiden von Situationen, in denen es zu Berührungen kommen kann (Menschenansammlungen z.B. öffentl. Verkehrsmittel, Warteschlangen, etc.)
  • Höhenangst
  • häufiges anrempeln von anderen Menschen oder z. B. Türrahmen

 

Die sensorische Integrationstherapie ist eine neurophysiologische Behandlung und wurde maßgeblich von der amerikanischen Psychologin und Ergotherapeutin A. Jean Ayres (1920 – 1989) entwickelt.
 Die Behandlung findet in spielerischer Umgebung statt. Dies ist meist ein Raum mit Klettermöglichkeiten, aufgehängten Spielgeräten, Matten, Trampolinen, Hängematten und teilweise unebenem Boden. Damit sollen ein besseres Gleichgewichtsgefühl und eine Erhöhung der muskulösen Grundspannung zur positiveren Körperhaltung erreicht werden. 
Hauptsächlich wird die sensorische Integrationstherapie bei Kindern angewendet, mittlerweile aber auch bei psychisch erkrankten Erwachsenen mit Körperwahrnehmungsstörungen (beispielsweise bei Schizophrenie)

 

Ziele der SI-Therapie

Das Ziel der Therapie ist eine gute Wahrnehmung und Verarbeitung der Eigen- und Tiefenwahrnehmung, des Gleichgewichtes und der Berührung sowie eine Verknüpfung mit den anderen Sinnen als Basis für ökonomisches Lernen. Gezielte Reizangebote helfen dem Kind, aktiv zu handeln und zu erforschen, um somit seine neurologische Organisation reifer und effektiver zu gestalten.

 Wichtige Therapieziele sind außerdem:

  • Handlungsplanung und Bewegungskoordination
  • Aufrichtung des Körpers im Raum
  • Zusammenspiel von Auge und Hand
  • Miteinbezug von Sprache, Kommunikation, Selbstständigkeit und sozialer Kompetenz

 

 

* – Modalität =  Art und Weise, wie etwas ist, geschieht oder gedacht wird

Klaus & Tobias Jäger

Mein Name ist Klaus Jäger,
ich heiße Sie herzlich
auf der Homepage meiner
Praxis für Ergotherapie
in Erbach
bei Ulm willkommen. In meiner Praxis behandle ich Kinder und Erwachsene.

"Sie machen den ersten Schritt vom Behandeln zum selbständigen Handeln.
Den zweiten Schritt
machen wir gemeinsam."

Mobile Ergo

Behandlung in der gewohnten Umgebung zu Hause.

Mobile Ergotherapie-Klaus Jaeger

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